Bewertungen sind für viele Patientinnen und Patienten der letzte Schritt vor der Entscheidung für eine Praxis - und gleichzeitig eines der stärksten Signale für Google, welche Praxis vertrauenswürdig ist. Trotzdem trauen sich viele Praxen nicht, aktiv danach zu fragen. Zu Unrecht, wenn man es richtig anstellt.
Bewertungen wirken doppelt: Sie beeinflussen, wie weit oben eine Praxis im Local Pack erscheint, und sie beeinflussen, ob jemand aus mehreren gefundenen Praxen gerade Ihre auswählt. Beides lässt sich mit einem klaren, aber unaufdringlichen Prozess verbessern.
Der beste Zeitpunkt ist unmittelbar nach einem positiven Erlebnis - zum Beispiel direkt nach einer erfolgreich abgeschlossenen Behandlung oder wenn sich jemand ausdrücklich bedankt. Wer erst Wochen später fragt, verliert diesen Moment der Zufriedenheit.
Eine einzelne kritische Bewertung wirkt selten abschreckend - ein fehlender oder gereizter Umgang damit dagegen schon. Sachlich antworten, Verständnis zeigen und das Gespräch ins Persönliche verlagern, wirkt professioneller als eine öffentliche Diskussion.
Der Umgang mit einer schlechten Bewertung sagt oft mehr über eine Praxis aus als die Bewertung selbst.
Gekaufte oder incentivierte Bewertungen sind nicht erlaubt und riskieren sowohl die Löschung durch die Plattform als auch berufsrechtliche Konsequenzen. Bei Unsicherheiten zu den für Heilberufe geltenden Werbevorschriften empfiehlt sich eine kurze Abstimmung mit der zuständigen Kammer oder einer spezialisierten Kanzlei.
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